Archiv für Kategorie E-Kritik

Wer bremst verliert: Die Sklaverei der Echtzeit

Im Business gibt es eine neue Todsünde: Nicht-Erreichbarkeit. Das Unaufgeforderte Du-Wort, die zerrissene Jean, Unpünktlichkeit – alles wird verziehen, aber wehe, wehe du bist nicht ständig greifbar. SMS beim Coitus, E-Mails zum Frühstücks-Müsli, Handy-Gespräch bei der Morgen-Sitzung (sogenanntes Mobile Shitting) – wir sind alle zu Sklaven der Echtzeit verkommen. Wer nicht binnen Stunden-Frist auf ein E-Mail antwortet, wird des Nichtstuns bezichtigt und mit zwei weiteren Remindern bombardiert – nur der vorgetäuschte Server-Crash kann die Antwort-Zeit eventuell auf 24 Stunden ausdehnen. Immer erreichbar, immer verfügbar, stets bereit (Das I-Phone als technisches Viagra für für den Dauer-Stand-by). Arbeitszeiten und Arbeitsorte werden grenzenlos und gehen in Richtung unendlich. Semper et ubique sind die Arbeitskräfte der Gegenwart. Die neuen Helden der Arbeit brauchen ihre Kraft vor allem für die ständige Erreichbarkeit, das beantworten unsinniger E-Mails, das Getrieben-Sein und das permanente Gefühl zu spät dran zu sein.
Innehalten? Ruhe? Stille? Nachdenken? Die großen Tabus in unserer hektischen Arbeitswelt. Wer sich selbst bewusst verlangsamt, gilt als Loser – als Mensch 1.0. Niemand, sagen die klugen Verfasser der kritischen Blogs und Social Webs, wird leugnen, dass nur die Schnellen und Vernetzten und Erreichbaren gewinnen. Ich bin dieser niemand, ich leugne es gerade zu.

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E-Mail Härtetest 2: HC & die Kebap Standln

Gustav Gimpl
an hc.strache@fpoe.at
Datum 22. August 2008 11:15
Betreff an Strache, HC wegen den Kebap Standln
Gesendet von gmail.com

Details ausblenden 11:15 (Vor 1 Minute) Antworten

Lieber Strache, HC

mir hat die fpö immer schon getaugt – auch wie es noch den Haider Jörgi geben hat. Ich kenn mich da ja eh nicht aus, warum ihr euch jetzt nicht mehr mögen tut. Aber egal. Ich mag auch was nicht, und das schlägt mir ordentlich auf den Magen.

Es gibt’s jetzt überall nur mehr Kebap-Standln – das ist wie eine Infusion – an jeder Ecke wuchert so ein Esstechnisches Krebsgeschwür, das welches unsere traditionelle österreichische Küche verdrängt.

Ich sag ihnen jetzt mal was, aber ehrlich: Ich Fohnsdorf hat es anno 1996 noch drei echte Wirtshäuser geben “den Spitzer, Kaorl”, den “Kirchwirt” und die “Bürgerstuben” ja und dann auch noch das Steierstüberln von der Vroni. Aber das Unglück begann als der Istambul-Kebap aufgmacht hat – mit sein drehspieß wo man eh nie weiß, was die da rein schneiden. und dann is noch “Achmend Kebap”, “Kebap 200″ und “Kebap Bosporus” dazu gekommen. Die Kebap vermehren sich wie die Fliagn. Und mit die Kebaps kommen nicht nur die Zwiebeln, und das Knofl-Jokurt sondern auch die Leute mit den Kebaps. Ich glaub ja in jeden Kebap Standl wohnt eine 10 köpfige Famile, die nur “mit alles” auf deutsch sagen können.

Unsere gute Esskultur geht dadurch echt verloren. Sollen die in der Türkei ihre Kebaps braten, was wollen, aber bei uns sicher nicht. Bei diue Türkn gibt’s ja sogar eine eigene Kebap Partei – die oft Wickel macht – diese PKK: Pro Kebap Konsum.

Lieber HC können sie, was machen, dass wieder mehr Würstlstandln & Wirtshäuser gibt und weniger Kebapstandln.

Ich bitte um eine Antwort.

Ihr Gimpl, Gustav aus Fohnsdorf in der Steiermark

PS:
Lieber Schnitzel mit Pommes
als
Kebap mit alles

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E-Mail Härtetest 1: ÖVP & die Zuwanderer

Zur Nationalratswahl 2008 unterzieht Gustav Gimpl aus Fohnsdorf in der Steiermark unserer Partein einem E-Mail Härtetest. Wie reagieren unsere Partein auf echte Anfragen, desw kleinen Mannes von der steirischen Dorfstrasse. Teil 1: Die ÖVP & Zuwanderer.

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von Gustav Gimpl
an email@oevp.at
Datum 22. August 2008 09:23
Betreff Frage an den Molter. Willi

Hallo Molterer, Willi

Mir hat die ÖVP immer sehr gut gfallen – besonders der Mock in seine kurzen Hosen – oder auch der Schüssel, Wolfi, wie er no die Mascherln kommt hat. Jetzt seids ihr aber auch so wie die anderen auch. Mich ärgt es so, dass ihr jetzt auch für die Zuwanderer seids – ja und sogar einen Deutschkurs bekommen die – und wir bekommen natürlich wieder nix. Da kann ich gleich die Grünen wählen.

Früher hat’s die Gastarbeiter geben und das war gut, weil die waren nur zu Gast und haben garbeitet. Aber heut kommen die Zuwander, und die haben eben nicht einmal ein Auto, und tun deshalb so viele stehlen. Die tun zuwandern aber dann wieder wegfahren nach Polen mit unsere Autos – dafür brauchen die echt kein Deutschkurs.

Und dann auch noch die Neger: bis 1982 war überhaupt kein Neger je in Fohnsdorf und heut schon. Und das die Neger faul sind, das wiss ma eh alle. Am besten sieht man das im Sport: Die Jugos haben immer ordntlich gespielt, zum Beisipel der Bozo, aber dann hat der Schilcha Heiz den Neger Charles kauft, der hat nur kassiert und is nie grennt. Und so san die alle.

Ich will jetzt gern wissen: seids ihr jetzt für oder gegen mehr Zuwanderer.

Mit liebe grüße aus Fohnsdorf

Gumpl, Gustav

Aber gegen Ausländer hab i nix.

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Der Test: Geburtsschwäche in Österreichs Spital-Websites

Gleich zwei heiße Eisen werden in diesem Test angepackt: das österreichische Gesundheitswesen und die Geburtenschwäche. Ja, richtig, die Websites der öffentlichen Spitäler sind Geburten schwach, d.h. schwach was ihren Informations- und Service-Charakter betrifft.

Dieser Test ist subjektiv – ja noch viel schlimmer: Er ist Hormon gesteuert. Ich bin schwanger, naja zumindest mit schwanger. Und ich habe Krankenhaus-Websites in Österreich einem Geburts-Check unterzogen. Folgenden Aufgaben habe ich die Websites unterzogen:

- Welche Ergebnisse bringt der Suchbegriff Geburt?
- Kann ich in diesem Krankhaus überhaupt entbinden?
- Welche zusätzliche Informationen und Eindrücke zur Geburt werden geboten?
- Kann ich eine Wahlhebamme mitbringen?
- Wo kann ich mich anmelden bzw. kann ich mich gleich online anmelden?

Das Ergebnis gleich vorweg: Österreichs Spitäler-Websites kranken an allen Ecken und Enden. Da wird völlig am Patienten vorbei gearbeitet. Ohne Grundwissen in Fachvokabularien des Gesundheitssystems und jeder Menge Geduld lassen sich die Informationen nicht auftreiben.

Nur dieser kurze Querschnitt über die Spitäler Websites zeigt die Missstände in unserem staatlichen Gesundheitssystem auf: Durch die gezielte Desinformation auf den Websites wird Zeit und Geld für telefonische Auskünfte verschleudert.

Diesmal bringt das Zeugnis 4 Nicht genügend, 2 Genügend und 2 Befriedigend bei den acht getesteten öffentlichen Spitälern und Krankenanstalten.
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Ministrien Websites sind durchgefallen

Selbst als gutmütiger Web-Lehrer kann ich den Ministerien Websites kein gutes Zeugnis ausstellen. Durch die Bank sind das alles keine Musterschüler und haben großteils sogar Ihre Aufgaben vergessen.

Allen gemeinsam ist das fast protzige Überangebot an Informationen, Inhalten und Themen. Da drängt sich mir der Verdacht auf, dass mit diesem Überangebot, Arbeit und Leistung vorgetäuscht werden soll. Das 1 Mal 1 der Usability ist vielen Ministerien noch völlig fremd – in der Bedienbarkeit der Seite heißt es „nachsitzen“.

Auch bei der entscheidenden Prüfung nach der Relevanz der Inhalte sind die angetreten Websites durchgefallen. Zu Ihrem Bürgerservice und der staatstragenden Funktion ist der Prüfer meist gar nicht vorgedrungen.

Keine einzige der Ministerien Websites konnte mit sehr gut abschneiden, zwei Schüler müssen die Klasse sogar wiederholen.

Hier die Rankliste samt Noten und verbaler Beurteilung:
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Lügen, Porno und Internet

Die Temperaturen steigen, die Rocklänge sinkt – es riecht nach Sommer & Sex. Ja, endlich – lieber Leser – wird es saftig und deftig. Heute geht es um Sex. In unserer Sex Society wird Sex enttabuisiert und beherrscht unser Leben – zumindest im Internet. Doch was ist dran und drin im Porno-Business im Web? Lesen Sie die nackten Tatsachen über den Geschäftsverkehr mit dem Coitus.

Ohne Sex geht nichts mehr: Dildo-, Ausgreif- und Auspeitsch-Techniken werden bereits im Frühstücks-Fernsehen diskutiert. Täglich versprechen hunderte Spam-Mails mehr, besseren, längeren, härteren Sex und natürlich ist „Sex“ der mit Abstand meist gesuchte Begriff auf Google.

Ein paar harte Fakten:
12 % aller Websites sind Porno-Sites.
25% aller Suchmaschinen Anfragen betreffen Porno-Begriffe.
35% aller Downloads sind pornographisches Material.
Es gibt ca. 372 Millionen Porno-Websites.
Und jeden Tag kommen 266 neue dazu.
Jede Sekunde werden 89 Dollar für Porno im Web ausgegeben.
2006 machten die Porno-Sites in den USA 2,84 Milliarden Euro Gewinn.

Alle funktionierenden Geschäftsmodelle, Zahlungsfunktionalitäten, Datensicherheit & Co wurden zuerst für Porno-Sites entwickelt. Studien habe es erwiesen: Es ist wesentlich sicherer, sich auf Porno-Sites zu bewegen, als im restlichen Internet. Das heißt, die Sexpages sind frei von Phishing, Spamming und Co.

In Abwandlung eines berühmten Zitates von Gottfried Benn kann man sagen: „Pornographie ist der Vater des Fortschritts im Internet.“

In der Total-Erotisierung der Gesellschaft wird Porno zum anerkannten und geschätzten Geschäft. Porno-Stars werden zu neuen Pop- und Jugend-Idolen und bringen zuweilen sogar Bewegung in die Politik. Der neue Lover von Katja Riemann ist Pornostar, Pornostarlets sind echte Celebrities und kaum ein Star – der wirklich etwas auf sich hält – kommt ohne privates Sex-Video aus.

Ein lustiges Paradoxon am Rande: Es sind immer die anderen, die die Porno-Seiten schauen und dort für das schnelle Vergnügen bares Geld einwerfen. Und obwohl jeder vierte Mann und jede achte Frau regelmäßig Porno konsumiert – sind wir es einmal sicher nicht, sondern eben die anderen. Oder Sie vielleicht?
Doch Sie könnten es sich ja einmal rein aus geschäftlichen Gründen ansehen…
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Das war Marketing von gestern

Google lehrt die Agenturen das Fürchten, steht so schön in der aktuellen Ausgabe von economy. Das glaube ich aber nicht, denn bekanntlich sind klassische Agenturen und alt eingesessene Werbe-Berater garantiert furcht- und beratungsresistent.

Alles wird bleiben und alles wird damit auch immer besser – behaupten schon ÖVP und ORF, wobei die positiven Trends mit freien Augen kaum wahrnehmbar sind. Einspruch! Sicher könnten Marktstudien genau das Gegenteil beweisen.

Wobei, eurer Ehren, es ist mir egal – Einspruch abgelehnt. So locker heute auch Imponier-Vokabeln wie Web 2.0 über die Lippen jedes frisch gefangenen Marketing-Assistenten kommen – so 08/15 sind wir doch in der Praxis.

Das was überall – für zugegeben teures Geld – als Online Marketing verkauft wird, entpuppt sich beim aufmachen als schöner Wunderbra, der viel verspricht, aber einen dann doch nur hängen lässt. Einspruch! Sexistische Bemerkung.

Ok, zugegeben, Geschmäcker sind verschieden, einer mag Birnen der andere Äpfel – vielleicht stehen viele Unternehmen auf den Optik-Effekt ohne befriedigendes Erfolgserlebnis. Naja mir kann das egal sein – denn wer Online-Marketing in Zukunft wie ein alter Feldherr fährt, wird garantiert sein Waterloo erleben. Oder um es mit den Lyrics von Robinson zu sagen: Das war Marketing von gestern, aber gestern ist vorbei…

Manchmal seh’ ich alte Banner
mit fixem Platz für viele Jahr’
Ganz klein ist da die Klicker-Rate,
denn da war Humphrey Bogart drin.

Nicht zu vergessen die Agentur’n
der Lugi Schober mit  weiß’n Frack
der kleine Demner und Konsorten
da splittert schon der alte Lack.

Das war Marketing von gestern
Das war Marketing von gestern
aber gestern ist vorbei…

Und das Geschäft mit Provisionen
das macht den Werbeplaner froh
einmal gebucht und stets kassiert
Heut’ gibt es sowas nirgendwo.

Das war Marketing von gestern
Das war Marketing von gestern
aber gestern ist vorbei…

Manchmal seh ich alte Hunde
Erfolg wird dabei nie gemessen,
bauen Websites wie vor Jahren.
Ja, das ist wirklich zu vergess’n…

Das war Marketing von gestern
Das war Marketing von gestern
aber gestern ist vorbei…

[Anm.: Bald als Klingelton im Jamba SparAbo zu haben]

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Grüne online – gääähn

Wahlkampf Analyse Teil 5 

Die Grünen sind im Web sehr brav, informationslastig und wenden sich offenbar an eine intellektuelle linke Schicht. Der themenbezogene Zugang –die Website trägt den Stil und die Handschrift des sanften Professors Van der Bellen. Hier will man scheinbar Regierungsfähigkeit beweisen: nur kein Anecken, nur keine Provokation.

In der Fülle der Information gehen die Grünen sogar so weit, dass sie unter dem Punkt Wahl 2006 nicht ihre Positionen vertreten, sondern das Wahlsystem in Österreich aufarbeiten.

Kurz & bündig nennt sich zwar ein Menüpunkt, aber die Zusammenfassung der Informationen ist alles andere als schnell fassbar. Hier geht es scheinbar wirklich um mündige Wähler, die viel Zeit haben.

Natürlich gibt es alles, was eine gute Website heute braucht: RSS, Newsletter, barrierefrei, Blogs und eine eigene nüchternen Van der Bellen Website.

Mitmachen – naja wenn man unbedingt will – kann man Mitglied werden, sonst wird auch in diesem Bereich jede aggressive Anbahnung vermieden.

Fazit: Soll hier etwas verkauft oder nur informiert werden? Dass es bald eine Wahl gibt, wird aus der Grünen Website eigentlich nicht klar. Hohe Dichte an qualitativ hochwertigen Inhalten, viel, viel Text. – aber man braucht auch sehr viel Zeit. Mit der Website wenden sich die Grünen ganz klar an ein linkes (oder rechtes) Bildungs-Bürgertum.

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BZÖ online – Westi mein Besti

Wahlkampf Analyse Teil 4 

Auf der BZÖ Website ist „Westi“ – unklar ob es sich um eine Wahlkampf-Bezeichnung oder einen Künstlernamen handelt –die zentrale Person.

Eine sehr plakative, schreiende Startseite – auf der sofort geräuschvoll ein Video abläuft – (aktuell gerade mit der Präsentation von Veit Schalle) – macht Lust auf weitere Inhalte.. (Leider kommt man dann nie wieder auf diese Startseite zurück…?)

Das Westenthaler-Programm ist prominent auf der Startseite beworben – öffnet sich dann allerdings enttäuschend als ein Powerpoint Pdf.

Ansonsten gibt es BZÖ Today und Weekly sowie das .Westi TV mit immerhin schon 5 Beiträgen – damit 4 mehr als Fairness TV –(eigentlich handelt es sich um billig produzierte Werbespots.)

Das Wahl-Programm ist eher schwierig zu navigieren, sehr unübersichtlich und wenig lesefreundlich. Hier fehlt überraschender Weise das Plakative aber dafür nicht Jörg Haider.

Mitmachen beschränkt sich auf Partner werden – allerdings nur wenn man auch bezahlt (da scheint offenbar eine gewisse Geldnot zu herrschen?)

Und weil Westi natürlich um nichts zurück stehen will, darf auch der Westi Song „Wir halten zusamm“ .- Unterhaltungswert allerdings deutlich geringer als der Batman Rap.. Jede Menge Audio-Files, die sich leider nicht – elegant – direkt auf der Seite öffnen –ö runden die interaktiven Features ab.

Im Übrigen wurden sehr brav alle freiheitlichen Hinweise von der Seite entfernt.

Fazit: Man spürt irgendwie das Dilemma zwischen Regierungspartei und eigentlichem Oppositionswillen – für das eine fehlen die Inhalte für das Andere der Populismus. Die Seite ist gut und solide gemacht, bietet aber wenig Überraschung, die Partei wird nur bedingt verkauft und das Mitmachen beschränkt sich  aufs Zahlen.

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FPÖ online – die dynamische Single

Wahlkampf Analyse Teil 3  

Da merkt man plötzlich, wo man ist: Spürbarer und sichtbarer Unterschied zu den beiden Großparteien.  Quantität und Qualität der Inhalte reichen lange nicht an ÖVP, SPÖ oder Grüne heran. Da liegt aber auch nicht der Focus.

Konzentration wirklich auf das Wesentliche: Den Verkauf des Kandidaten und der Positionen.
HC Strache mit Mini-Präsentation auf der Seite und dann einer eigenen Website.

Die Positionen stehen in „Dafür stehen wir“: Klare Aussagen. – kurz und leicht verständlich formuliert (1 Satz!) – keine weiteren Informationen – hier geht es wirklich nur um die Kern-Botschaft und nicht um die Inhalte.

Ansonsten werden News-Meldungen benutzt um die Botschaften zu untermauern. Generell wirkt die Website aber eher billig und selbst gestrickt. Die Seite erinnert im Übrigen sehr an den ORF mit ihren angeteaserten Newsbildern oben.

Ein paar kleine populistische Spielereien wie der Bawag Verlustrechner versuchen etwas Leben in die Seite zu bringen. „Höhepunkt der Page“ ist zweifelsohne der HC Rap. HC Strache als singender Superhero, der das Land rettet: köstlich. Nun ja, singen tun sie ja alle – unvergesslich zuletzt Franz Voves mit „Country roads take me home“ in den steirischen Pensionistenheimen.

Fazit: Eigentlich bemerkenswert ruhig (vom Rap einmal abgesehen), fast schon zurückhaltend wirkt die Website. Keinerlei Möglichkeit selbst aktiv zu werden (hat die FPÖ offenbar gar nicht nötig) Einziges interaktives Feature ist der Newsletter. Bonus-Punkt bei der Unterhalten, einzig wegen dem Rapp. Keine aggressive Oppositions-Politik, sondern eher biederes Herunterbeten der Standpunkte.

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