Meine Bewerbung als ORF Büroleiter statt Niko Pelinka

Wrabetz und Pelinka
An
Alexander Wrabetz
Alexander.wrabetz@orf.at

Bewerbung als Ihr Büroleiter/ Redakteur/in (Leitung des BürosGD)

Lieber Alexander Wrabetz
Hiermit bewerbe ich mich um die ausgeschriebene Stelle (Amtsblatt von Mittwoch, 28. Dezember 2011, Nr. 251) als Ihr Büroleiter. Und ich bin davon überzeugt, dass ich in einem fairen Bewerbungs-Verfahren eine echte Chance erhalte – ENDLICH den Einstieg in den ORF zu schaffen.

Warum ich für diesen Job geeignet bin? Ganz einfach: Ich bin der Sohn, eines sehr bekannten ORF-Sportreporters und ehemaligen Stiftungs-Rates – außerdem bin ebenfalls Quereinsteiger aus der Kommunikations-Branche und kann deshalb genauso unbedarft an die neuen Aufgaben gehen.

Hier meine speziellen Qualifikationen:
+ Zweifacher Elfmeter-Torschütze des ORF Steiermark Fußball-Teams bei mehreren glorreichen Siegen gegen die Altherrn aus Welgersdorf.

+ Selbstständige erfolgreiche Bedienung des Kakao-Automaten in der ORF-Kantine bereits im Alter von 12 Jahren.

+ Öffentliche und gagreiche Beleidigung von Elmar Oberhauser im Rahmen einer Zeltfest-Veranstaltung und unter dem hämischen Grinsen diverser ORF-Granden.

+ Bereits im frühkindlichen Alter ORF Telefon-Seelsorge und Kummer-Nummer bei allen Übertragungen meines Vaters (O-Ton: „Dai Vota is des greßte Oaschloch“).

+ Unbezahlter Mitarbeiter (heute sagt man Praktikant) in der erfolgreichen ORF-Jugend-Sendung „Mit fünf zum Erfolg“.

+ Gute Vernetzung durch punktuellen Telefonkontakt mit Heinz Prüller und Peter Beilner, sowie Kontakt mit Gernot Frischenschlager in der Parallel-Klasse der Mittelschule.

+ Wissender Telefon-Joker in der Millionen-Show und seit 10 Jahren braver und pünktlicher Gebühren-Zahler.

+ Leidenschaftliches Schmusen am ORF Parkplatz und im angrenzenden Dichterpark als Beweis meiner Hingabe zum Betrieb.

+ Mit bald 40 Jahren letzter nicht versorgten ORF-Sprössling – und das trotz absichtlich gewählter Namensgleichheit. (Ich werde jetzt schon ohne ORF Job Seeger jun. genannt).

Laut Annonce beträgt das monatliche Bruttogehalt mindestens 5.270,65 Euro. Allerdings ist ein höheres Gehalt bei mehr Erfahrung und Ausbildung möglich – durch meine knapp 20 Jahre mehr an Erfahrung als der oft genannte Kandidat erwarte ich ein entsprechend angepasstes Gehalt.

Mit meiner Einstellung erhöht sich zwar die Frauen-Quote nicht, allerdings steigt der Anteil der Söhne, Töchter, Neffen und Nichten sonstigen Freunderlwirtschaften im ORF auf knapp 88 Prozent.

Ich freue mich schon auf ein persönliches Kennenlernen.
Mit ORFigen Grüßen

Robert Seeger jun.

PS: Sie können auch Niko zu mir sagen – da brauchen Sie sich nicht mehr umzugewöhnen.
PPS: Tippfehler bitte ich zu verzeihen – als Redakteur hat man doch ohnehin Lektoren oder?

Social Media Ranking: Kiss my ass – oder warum Seeger die Nummer 1 ist?

Me and Pippas Ass

Wo bleibt der Arsch? Diese Frage beschäftigt alle Zuhörer meiner Vorträge – und meist wird das Warten auch belohnt mit der wohlgeformten Kehrseite von Pippa Middelton. Heute allerdings geht es nicht um brautjungfräuliche PO-tentiale, sondern um ganz andere handfeste Dinge, die mir gehörig auf den A. gehen: Rankings!

Kennen Sie Rankings? Ranking ist Werber-Imponier-Deutsch und steht für meist selbst gefälschte Agenturen-Ranglisten: Quasi „Die großen 10“ für Kommunikation allerdings ohne Udo Huber und ohne echte Hits, dafür aber mit irgendeinem total bekanntem Medium als Ranking-Partner.

Zuletzt bin ich auf eine Jubelmeldung der – von mir eigentlich sehr geschätzten – Agentur Ambuzzador (sprich: Wie das Summen der Bienen) gestoßen.

Jubel-Meldung_Facebook_Ranking


Darin wird Platz 1 im Social Media Ranking Österreichs verkündet! Auf der Seite http://at.socialnumbers.com/companies/ findet sich dann eine komplette Hitliste der Social Media Agenturen. Und endlich, ja endlich ist das Niveau am Po angelangt, denn es geht schlicht um den Größen-Vergleich, wie am Männer-Pissoir. „Hey (aber mit Ypsilon) wie lang ist deiner? Und wieviele Fans auf Facebook hast du?“
Platz 1 & 2 dieser Social Media Charts Österreichs gehen an Super-FI und Ambuzzador mit jeweils über einer – Achtung WOW – halben Million Fans.
Und wo wäre ich in diesem Ranking: Red Bull, Red Bull X-Fighters, Baumax, WEIN & Co, Planai-Schladming etc… – ich komme überschlagsmäßig auf – Achtung Tusch! – 28 (gesprochen achtundzwanzig) Millionen Fans = Platz 1 im Ranking YEAH!

Social_Media_Ranking_Austria_

Aber, fragen jetzt die Neider zurecht, nimmst du dann nicht teil:
1) Für die Teilnahme muss man der Ranking-Site „Admin-Rechte“ der Pages geben – (Ja es wird versprochen, dass sie es nicht missbrauchen und es mag ja auch bei Seiten mit weniger als 1 Million Fans egal sein ;-) aber das kann ich nicht verantworten.)
2) Es ist mir – um beim Thema zu bleiben – „scheiß egal“, denn bei Social Media kommt es nicht auf die Größe und aufs stupide Nummern-Zählen an, sondern auf Kreativität, Interaktionen und auf die „Klebrigkeit“ – und ich will lieber die Rangliste der klebrigsten Kommunikations-Berater erklimmen.
Mehr dazu ein andermal ;-) Und nicht vergessen: Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei (danke Dota!).