Die lange Nacht der Schlaflosigkeit

Ich diagnostiziere in unserer Gesellschaft eine neue Volks-Krankheit: Insomnia – die Schlaflosigkeit. Wie anders ist es zu erklären, dass fast jede Nacht eine sogenannte „Lange Nacht“ ist. Was tagsüber offenbar schon zu fad ist, wird einfach in der Nacht aufgesperrt und damit neu belebt. Wie eine Seuche greifen die „Langen Nächte“ um sich und rauben unseren Schlaf.
Reicht es nicht schon, dass wir 24 Stunden fernsehen können (und vergeblich auf die Bundeshymne warten), rund um die Uhr chatten, smsn und facebooken – aber nein, nein jetzt auch noch „Lange Nacht …“
Es gibt die „Lange Nacht der Berufe, der Bühnen, der Forschung, der Museen, der Kirche, der Naturparke, der Sprachen, der Wissenschaft, der Industrie des Kabaretts, der Wiener Stadtwerke“ und noch vieles mehr.
Ich hab da noch ein paar Anregungen:

Die Lange Nacht ums Kebab – (mit alles und scharf)
Die Lange Nacht des Asylmissbrauchs (mit HC Strache und billigen Reimen)
Die Lange Nacht des Brechdurchfalls (siehe oben)
Die Lange Nacht des EU-Austrittes (siehe oben)
Die Lange Nacht der Reinigungsfirmen (siehe oben)
Die Lange Nacht des Ehebruchs (oder „Bordellbesuchs“ )
Die Lange Nacht des Kinderzeugens (könnte Geburtenschwäche beheben)
Die Lange Nacht der Kaninchenzucht (siehe oben)
Die Lange Nacht der Bankenhilfe ( inkl. Penthouse Besichtigung)
Die Lange Nacht des Bockschauens (wenn es schon kein Testbild mehr gibt)
Die Lange Nacht des Häkelns (nicht böse gemeint)
Die Lange Nacht des Sezierens (aber nicht für Deutsche Studien-Flüchtlinge)
Die Lange Nacht der Beinkrämpfe (immer noch besser als Weinkrämpfe)
Die Lange Nacht des Sliwowiz (nicht Sinowatz und nicht für alle)

Ich hätte auch gern mal einfach eine Lange Nacht des Schlafens.

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