Das WINPIN Problem oder doch lieber Testbild?

Ich gestehe: Früher war ich leidenschaftlicher Testbild-Seher – dann folgte meine Wetter-Panorama-Periode aber jetzt bin ich umgestiegen auf AGBs und Nutzungsbedingungen lesen.
Ich freue mich immer tierisch, wenn wieder die AGBs von iTunes angepasst werden und ich am iPhone 34 Seiten durchforsten kann. Übrigens trotz mehrmaliger mahnender Mails an Apple wurde der Änderungen-Nachvollziehen-Modus bei den AGBs noch nicht implementiert (Ah vermutlich ist es ein Microsoft Feature)…

Besondere Freude kommt auf – besonders auch bei allen anderen Wartenden – wenn ich mir an der Billa-Kassa die AGBs zeigen bzw. an der Wurst-Theke die Liste der Inhaltsstoffe zur Lebensmittelrechtlichen-Spontan-Prüfung geben lassen.

Für etwas Irritation hat es allerdings gesorgt, als ich bei der Taufe meiner Kinder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Katholischen Kirche einsehen wollte und einer Veröffentlichung des Namens im Taufregisters nicht zustimmen wollte (Aber hallo! Dieses ist öffentlich einsehbar und schließlich handelt es sich hierbei doch um minderjährige Personen) .
Ich kann mich zudem gar nicht erinnern, wann ich der Österreichischen Bundespolizei den Double Opt-In geben habe, mich zu fotografieren und diese Fotos dann auch noch an zuständige Behörden weiter zu geben.

Doch jetzt weiter zu angenehmeren Dingen: Der wuscheliger Pinnie – der WIN PIN – macht diesen Sommer rund und nur wenige Neider unrund. Ich mag den Pinnie – nicht weil ich jetzt auf knallrote Pelz-Kugel stehen, sondern weil er einfach Sachen verschenkt. Punkt. Ohne Kosten, ohne Wenn und Aber. Und wahrscheinlich haben, die, die sich schon vierzehn Einweg-Griller geholt haben, ein wenig Lunte bei den Nutzungsbestimmungen gerochen und wollen da ein kleines Feuer entfachen.

Das erinnert mich an die Porsche Cayenne Fahrer, die mich auf der Autobahn mit permanenter Lichthupe überholen und ich gerade noch den „Atomkraft nein danke“ Sticker erkennen kann.

Ach ja: Bei PIN WIN, man muss zustimmen, dass die eigenen Daten verwendet werden dürfen – hmmm ich denke, dass ich dieser Bestimmung in den letzten 10 Jahren ungefähr 520 Mal zugestimmt habe (bei jedem Check-in im Hotel, bei jedem Einkauf im Web, bei der Gewinnspiel-Teilnahme…) – verdammt jetzt müsste doch die ganze Welt schon meine Daten haben. Nur immer noch schickt mir kein Schwein irgendwelche vernünftigen Angebote zu? Und ORF: Wo ist das Testbild?Und Twitter, Google, Facebook, Apple ich hätte da noch ein paar Fragen zu den Nutzungsbedingungen..

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