Grüne online – gääähn

Wahlkampf Analyse Teil 5 

Die Grünen sind im Web sehr brav, informationslastig und wenden sich offenbar an eine intellektuelle linke Schicht. Der themenbezogene Zugang –die Website trägt den Stil und die Handschrift des sanften Professors Van der Bellen. Hier will man scheinbar Regierungsfähigkeit beweisen: nur kein Anecken, nur keine Provokation.

In der Fülle der Information gehen die Grünen sogar so weit, dass sie unter dem Punkt Wahl 2006 nicht ihre Positionen vertreten, sondern das Wahlsystem in Österreich aufarbeiten.

Kurz & bündig nennt sich zwar ein Menüpunkt, aber die Zusammenfassung der Informationen ist alles andere als schnell fassbar. Hier geht es scheinbar wirklich um mündige Wähler, die viel Zeit haben.

Natürlich gibt es alles, was eine gute Website heute braucht: RSS, Newsletter, barrierefrei, Blogs und eine eigene nüchternen Van der Bellen Website.

Mitmachen – naja wenn man unbedingt will – kann man Mitglied werden, sonst wird auch in diesem Bereich jede aggressive Anbahnung vermieden.

Fazit: Soll hier etwas verkauft oder nur informiert werden? Dass es bald eine Wahl gibt, wird aus der Grünen Website eigentlich nicht klar. Hohe Dichte an qualitativ hochwertigen Inhalten, viel, viel Text. – aber man braucht auch sehr viel Zeit. Mit der Website wenden sich die Grünen ganz klar an ein linkes (oder rechtes) Bildungs-Bürgertum.

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